Deutsche Soldaten kommen unter niederländisches Kommando

Im Zuge der deutsch-niederländischen Militärkooperation wird an diesem Mittwoch eine Flugabwehr- raketengruppe der deutschen Luftwaffe dauerhaft unter niederländisches Kommando gestellt.

Die enge Verzahnung der Streitkräfte beider Länder soll unter anderem die Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit der Luftverteidigung vom Boden aus erhöhen. Geplant sind auch eine gemeinsame Ausbildungsakademie sowie Absprachen bei Rüstungsprojekten.

Betroffen von dem Führungswechsel sind nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums rund 450 deutsche Soldaten. Sie werden allerdings nicht in die Niederlande umziehen müssen, sondern bleiben an ihrem Standort im schleswig-holsteinischen Todendorf (Panker) stationiert.

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https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/deutsche-soldaten-kommen-unter-niederlaendisches-kommando-a2392001.html

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Österreichs Bundeskanzler: EU ist „mehr als Merkel und Macron“

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat seine Haltung in der Migrationspolitik und seine Zusammenarbeit mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán verteidigt. Sebastian Kurz sagte der Mediengruppe RTL:

Die Europäische Union ist, mit Verlaub, mehr als Merkel und Macron. Die europäische Union be- steht aus 28 Mitgliedstaaten“.

Auch wenn er vollen Respekt für die Linie von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe, bitte er um „Ver- ständnis, dass die Linie von Präsident Macron, die in der Flüchtlingsfrage eine ist, die sehr nah an der meinigen ist, oder die Linie von einem Viktor Orbán genauso relevant ist“.

Österreich habe nach Schweden von allen EU-Mitgliedstaaten die zweitmeisten Flüchtlinge aufgenom- men. „Uns kann niemand einen Vorwurf machen“, sagte Kurz.

Aber gerade weil wir so viele aufgenommen haben, können wir sehr glaubwürdig sagen, was funktioniert und was nicht.“

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Es gebe von ihm weder Unterstützung für Orbán noch bekämpfe er ihn. „Ich arbeite mit ihm genauso zusammen wie mit Präsident Macron oder Angela Merkel. Das ist meine Aufgabe“, sagte Kurz.

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https://www.epochtimes.de/politik/europa/oesterreichs-bundeskanzler-eu-ist-mehr-als-merkel-und-macron-a2382094.html

Bannon auf Europatour: Trumps Ex-Chefstratege trifft sich mit AfD-Chefin Weidel

Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion Alice Weidel hat sich zu einem Gedankenaustausch mit dem früheren Chefstrategen von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, getroffen. Aus Weidels Büro hieß es, für sie seien besonders Bannons Erfahrungen mit politischer Kommunikation und alter- nativen Medien interessant gewesen. Das Treffen fand nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in einem Züricher Hotel statt.

Weidel hatte im Februar angekündigt, ihre Fraktion wolle ihre Kommunikation ab April über einen eigenen Newsroom steuern. Zur Begründung sagte sie in einem Interview, die AfD werde von vielen Medien ignoriert oder mittels „Fake-News“ schlechtgemacht.

[…] Bannon ist derzeit in Europa, um ein Netzwerk populistischer Bewegungen zu knüpfen.

Entmachtung der Zentralbanken als Priorität

Kryptowährungen sind nach Ansicht von Steve Bannon ein wichtiges Werkzeug für die europäische Bewegung gegen das Establishment.

Wir nehmen den Zentralbanken die Kontrolle weg“, sagte der ehemalige Chefstratege von US-Präsident Donald Trump am Dienstagabend in Zürich. „Das wird uns wieder Macht geben.“

[…]

Bannon beschuldigte Zentralbanken, Regierungen und große Tech-Firmen, die Rechte und die Iden- titäten der einfachen Menschen wegzunehmen und sie für ihre eigenen Zwecke einzuspannen.

„Brüssel muss sich ändern oder wird untergehen“

Bei seinem Auftritt sagte Bannon, die populistischen Bewegungen in Europa seien zwar alle unter- schiedlich in ihrer Form, hätten aber alle den gleichen Gegner: das Establishment.

„In Italien war das Wahlergebnisklar gegen das Establishment gerichtet“, sagte er vor etwa 1.000 zahlenden Gästen in Zürich.

Brüssel müsse nun anfangen, zuzuhören und Veränderungen einzuführen, sonst sei die Zukunft der EU ungewiss, sagte er. Die Politiker in Brüssel können nicht weiter Migranten in die Union lassen und dabei zusehen, wie sich die Menschen in Italien mit dem Problem zurechtfinden müssen, sagte er weiter.

https://deutsch.rt.com/europa/66256-ex-berater-steve-bannon-europa-tour-treffen-alice-weidel-kryptowaerung/?

Griechenland bekommt weitere 6,7 Milliarden Euro aus 86 Milliarden Euro schwerem Hilfspaket

Frisches Geld für Griechenland: Die Euro-Finanzminister haben am Montag grundsätzlich grünes Licht für die Auszahlung von 6,7 Milliarden Euro bis zum Frühjahr gegeben. Sieben Monate vor dem Ende des dritten Hilfsprogramms lobte die Eurogruppe den Reformwillen der linksgeführten Regierung in Athen und forderte vor dem endgültigen Auszahlungsbeschluss nur noch einige wenige Nachbes- serungen.

Für Griechenland seien das „gute Nachrichten“, sagte der neue Eurogruppen-Chef Mário Centeno, der am Montag erstmals ein Treffen der Euro-Finanzminister leitete. Griechenland habe „fast alle“ gefor- derten Reformmaßnahmen umgesetzt. Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos sagte, seine Kollegen in der Eurogruppe seien „alle sehr zufrieden mit den gemachten Fortschritten“.

[…]

EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici sagte, Athen habe bisher 95 von 110 geforderten Reform- maßnahmen erfüllt. Praktisch „jede Minute“ komme eine weitere hinzu. Die Eurogruppe forderte Grie- chenland in einer Erklärung „dringend“ auf, alle Reformforderungen umzusetzen. Dies soll nun aber nicht mehr auf Ebene der Minister, sondern in der sogenannten Euro-Arbeitsgruppe der Staats- sekretäre überwacht werden.

Das mehrfach vor dem Staatsbankrott gerettete Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. 2015 vereinbarte Athen mit den Euro-Partnern ein drittes Hilfspaket über bis zu 86 Milli- arden Euro. Die schrittweise Auszahlung ist an Bedingungen geknüpft. Bisher hat Griechenland 40,2 Milliarden Euro erhalten.

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http://www.epochtimes.de/politik/welt/griechenland-bekommt-weitere-67-milliarden-euro-aus-86-milliarden-euro-schwerem-hilfspaket-a2328575.html

Britisches Unterhaus verabschiedet EU-Austrittsgesetz

Zitterparty für die Regierung in London: Nach der Verabschiedung im britischen Unterhaus muss das umstrittene EU-Austrittsgesetz noch weitere hohe Hürden im Parlament überwinden.

Denn das Gesetz kommt jetzt in das mehrheitlich EU-freundliche Oberhaus – Änderungsanträge der Lords sind wahrscheinlich.

Schon im Unterhaus waren in den vergangenen Wochen Hunderte von Änderungsanträgen einge- bracht worden. Dennoch wurde das Gesetz am Mittwochabend erwartungsgemäß mit 324 zu 295 Stimmen verabschiedet.

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Mit dem EU-Austrittsgesetz soll die Geltung von EU-Recht in Großbritannien beendet werden, zum Bei- spiel beim Verbraucherschutz und den Arbeitnehmerrechten. Gleichzeitig sollen sämtliche EU-Vor- schriften in nationales Recht übertragen werden, damit beim Austritt aus der Europäischen Union kein Chaos entsteht.

[…]

Brüssel bot London nach dem Brexit eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020 an. In diesem Zeitraum sollen für Großbritannien alle Rechte und Pflichten des Binnenmarktes und der Zollunion gel- ten. Brüssel schloss ein Mitspracherecht in europäischen Institutionen aus. Auch dürfe das Vereinigte Königreich in dieser Phase keine eigenen Handelsverträge abschließen, hieß es.

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http://www.epochtimes.de/politik/europa/britisches-unterhaus-verabschiedet-eu-austrittsgesetz-2-a2324312.html

Das Vereinigte Königreich bricht mit Europa

Der 24. Juni 2016 schockierte die Welt. Großbritannien hatte tatsächlich dafür gestimmt, die Europäi- sche Union zu verlassen.

Die Welt war erstaunt. Die Meinungsumfragen hatten es verkehrt vorhergesagt. Die Märkte hatten es falsch vorhergesagt. Die Parlamentsabgeordneten hatten es verkehrt vorhergesagt. Downingstreet Nr. 10 hatte es falsch vorhergesagt. Die Europäer hatten es auch verkehrt vorhergesagt.

[…] Die ganze Welt – außerhalb der Straßen Großbritanniens – schien von dem Endergebnis schok- kiert zu sein: 52 Prozent für den Austritt, 48 Prozent dagegen.

Aber die Posaune und auch sein Vorgängermagazin, Die reine Wahrheit, hatten diesen Ausgang er- wartet – seit über sechzig Jahren.

Eine bemerkenswerte Voraussage

Seit den frühen Tagen der Radioprogramme des Werks in den 1930er Jahren sagte Herbert W. Arm- strong das Aufkommen einer vereinigten europäischen Macht voraus. „Wahrscheinlich wird Deutsch- land die kommenden Vereinigten Staaten von Europa anführen und beherrschen, ABER GROSS- BRITANNIEN WIRD KEIN TEIL DAVON SEIN(Hervorhebung durchweg hinzugefügt).

Sogar als Großbritannien sich 1973 der Europäischen Gemeinschaft anschloss, war Herr Armstrong nicht von dieser gewagten Prophezeiung abzubringen. „Großbritannien wird auf den Montag, den 1. Ja- nuar 1973 sehr wahrscheinlich als eins der tragischsten historischen Daten zurückblicken – ein Datum voller unheilvoller Möglichkeiten!“ schrieb er. „Denn dieses Datum markiert den Eintritt des Vereinigten Königreichs in die Europäische Gemeinschaft.“

Er schloss diesen Artikel von 1973 folgendermaßen ab: „Der Eintritt Großbritanniens in die Europäi- sche Gemeinschaft deutet auf eine tragische Situation hin. Großbritannien wird einem Dilemma gegen- überstehen.“

[…]

Wie konnte Herr Armstrong wissen, dass Großbritannien kein Teil des endgültigen europäischen Blocks werden würde? Warum bestand er so darauf, dass das so kommen würde – sechs Jahrzehnte lang? Und warum dachte er, das sei so wichtig? Warum hat die Posaune fünfundzwanzig Jahre lang darauf bestanden, dass Großbritannien Europa wieder verlassen würde, sogar als alle Fakten doch stark da- rauf hindeuteten, dass Großbritannien Mitglied bleiben würde – genau bis zum 24. Juni 2016?

Die reine Wahrheit und die Posaune besaßen keine ausgedehnte, erfahrene, gut fundierte, gut ausge- rüstete und gut vernetzte multinationale Organisation, die uns über ihre Einschätzungen und Vorher- sagen informierte. Wir hatten eine andere Quelle für diese Geheimdienstinformationen: Die Bibel.

Die klügsten Köpfe der Welt werden nun prüfen, was jetzt geschehen wird, wenn Großbritannien Euro- pa verlässt. Aber diese großen Staatsoberhäupter, leitende Angestellte, Nachrichtenanalysten und poli- tische Entscheidungsträger kennen die Zukunft nicht und können sie auch nicht kennen. Aber die Bibel verkündet klar und deutlich, was die Zukunft bringt.

[…]

Die Bibel zeigt, dass die Briten Nachkommen des israelitischen Stammes Ephraim sind. Es gibt reich- lich Beweise dafür, dass die Briten moderne Israeliten sind […].

Das antike Israel teilte sich nach dem Tod König Salomos in zwei Völker. Juda war das Volk im Süden mit der Hauptstadt Jerusalem und diese Leute sind heute als Juden bekannt. Das ist eine allgemein anerkannte Realität. Aber die zehn Stämme im Norden wurden das Haus Israels genannt. Es wurde zu einem von den Juden vollständig getrennten Volk. Tatsächlich wird das Wort Juden in der Bibel zum ersten Mal in einem Bericht über den Kampf des Volkes Juda gegen Israel erwähnt (2. Könige 16, 5-6).

Von 721 bis 718 v.Chr. wurde das Volk Israel von dem assyrischen Reich überfallen, erobert und aus ihrem Land verschleppt (2. Könige 17, 18). Diese Menschen wurden an die Südküste des Kaspischen Meers deportiert. (Vers 6; 1. Chronik 5, 26). Derweil blieb das Königreich Juda mehr als ein Jahrhun- dert lang in seinem Land unbehelligt, bis es schließlich auch erobert und gefangen genommen wurde.

Als die Assyrer dann später von dem Chaldäisch-Babylonischen Reich erobert wurden, wanderten die- se in nördlicher und westlicher Richtung nach Europa aus. Am Ende wurden sie zum heutigen Deutsch- land. Die „zehn verlorenen Stämme“ wanderten ebenfalls in nordwestlicher Richtung aus, aber sie zogen sogar noch weiter weg. Einige Stämme siedelten sich im heutigen Frankreich, Belgien, Holland und in den skandinavischen Ländern an, wo ihre Nachkommen noch heute leben.

Zwei Stämme aber siedelten sich sogar noch weiter weg an: Ephraim und Manasseh. Die Bibel pro- phezeit, dass diese zwei Stämme großen Reichtum erben würden (Genesis 48, 14-16).

Ephraim ließ sich auf den britischen Inseln nieder. Manasse besiedelte die Vereinigten Staaten.

Genesis 48 prophezeit, dass Ephraim eine große Völkergemeinschaft und Manasse eine große Nation werden würde (Verse 18-20). Die Genesis konkretisiert, dass diese Nachkommen Abrahams einmal die strategisch wichtigsten Pässe, Häfen, Kanäle, Kaps und andere strategische Schlüsselpositionen kontrollieren würden (Genesis 22, 17-18).

[…]

Nur zwei Nationen in der Geschichte passen mit Gottes Versprechen an diese zwei Stämme zusam- men: Das britische Empire und die Vereinigten Staaten von Amerika. Diese beiden Völker haben die gleichen Vorfahren. Im 19. und im 20. Jahrhundert waren die beiden im Besitz der größten Reichtümer der Welt und all ihrer wichtigsten Handelsrouten und Seestützpunkte. Keine anderen zwei Völker ha- ben diese Versprechen so überreichlich empfangen.

[…]

Was für Großbritannien als nächstes kommt

Wenn Sie verstehen, dass das britische Volk in der Prophetie der Bibel Ephraim genannt wird, werden Sie auch entdecken, dass dieselbe Bibel, die dem modernen Ephraims Reichtum und Macht vorher- sagte, ihm auch verhängnisvollen Aufruhr prophezeit!

Gott prophezeite, dass Ephraim und Manasse sich von Gott abwenden würden, nachdem Er sie geseg- net hatte und sie die versprochene Macht und Fülle empfangen hatten. Das würde dazu führen, dass Er ihnen diese Segnungen wieder wegnehmen und sie mit Krieg und Gefangenschaft bestrafen würde.

[…]

Gott führt weiter aus, dass die Vereinigten Staaten und Großbritannien die schrecklichsten Strafen erhalten würden und sagt: „Wehe, es ist ein gewaltiger Tag und seinesgleichen ist nicht gewesen, und es ist eine Zeit der Angst für Jakob, doch soll ihm daraus geholfen werden“ (Jeremia 30, 7). Der Name Jakob bezieht sich auf Josefs zwei Söhne, Ephraim und Manasse, denen Jakobs Name gegeben wurde. Der nächste Vers zeigt, dass die Nachkommen von Ephraim und Manasse in Gefangenschaft gehen werden!

[…]

Gott prophezeite, dass sich das britische Volk mit Deutschland zusammenschließen würde: „Denn Ephraim ist wie eine törichte Taube, die sich leicht locken lässt. Jetzt rufen sie Ägypten an, dann laufen sie nach Assur“ (Hosea 7, 11). Assur ist der biblische Name für das moderne Deutschland. Großbri- tannien schloss sich Deutschland an, als es 1973 der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beitrat, dem Vorläufer der EU. Es fehlte den Briten an Herz und Verstand und sie schlossen sich in der Hoff- nung an, ihre stark in Mitleidenschaft gezogene Wirtschaft zu retten. Anstatt sich Gott zuzuwenden, baten sie Deutschland um Hilfe.

[…]

In Jesaja 10, 5 sagt Gott: „Wehe, Assur [eine Prophezeiung über das moderne Deutschland], der mei- nes Zornes Rute und meines Grimmes Stecken ist!“ Und gegen wen benutzt Gott diese Rute? Vers 6 zeigt, dass es gegen „das Volk [ist], dem ich zürne“, gegen die Völker Israels, Großbritannien einge- schlossen, die Gott mit ihren Sünden erzürnt haben.

Diese Prophezeiung unterstreicht die Vorhersage, dass Großbritannien nicht Teil des von Deutschland angeführten europäischen Projektes sein wird. Ein Bruch zwischen den beiden Ländern ist die logische Konsequenz, wenn Deutschland doch das Land ist, das Großbritanniens Fundament den tödlichen Schlag versetzen wird.

[…]

Großbritanniens Austritt aus der Europäischen Union ist ein dramatischer Beweis für die Genauigkeit der Bibelprophetie. Die Voraussagen der Bibel sind weit präziser, als diese Welt erkennt – sie hat direkt mit den Schlagzeilen zu tun, die Sie dieses Jahres lesen werden – und weit über dieses Jahr hinaus.

https://www.dieposaune.de/de/articles/posts/das-vereinigte-konigreich-bricht-mit-europa?

Europa verstärkt seine Bemühungen zur Einrichtung vereinigter Streitkräfte

Die hundert Jahre zwischen 1815 und 1914, als der erste Weltkrieg begann, waren die längste Zeit des Friedens, die es in Europa je gab. Das soll aber nicht heißen, dass es friedlich war.

Bedenken Sie, was in diesen Jahren alles geschah: Frankreich marschierte in Spanien ein, Russland führte Krieg gegen die Türkei, verschiedene deutsche Länder kämpften gegen Dänemark, Österreich und Frankreich; Großbritannien und die Türkei kämpften gegen Russland und Griechenland kämpfte gegen die Türkei – und das waren nur die wichtigsten Konflikte. Nicht erwähnt wurden hier die zahl- reichen inneren Konflikte, Aufstände, Unabhängigkeitserklärungen und andere politische Unruhen, die damals geschahen. Sogar in der Schweiz gab es einen Bürgerkrieg.

So sah es mit dem „Frieden“ in Europa vor der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts aus.

[…]

Eine wirkliche Gefahr

Dieses Thema ist nicht nur von akademischem Interesse. Napoleon Bonaparte, Kaiser Wilhelm und Adolf Hitler haben alle wegen ihrer Eroberungspläne die Welt mit Krieg überzogen. Seit dem zweiten Weltkrieg wurde Europa vergleichsweise demilitarisiert. Wir machen uns zu Recht Sorgen, dass ein militärisch wiederbelebtes Europa zu seinen alten Gewohnheiten zurückkehren könnte.

[…]

Wie man schon sehen kann, werden die Spannungen mit den Vereinigten Staaten umso größer, je wei- ter die europäische Vereinigung fortschreitet“, schreibt der Bestsellerautor Robert Kaplan. Ein wirklicher europäischer Superstaat mit eigenen Streitkräften und einer gemeinsamen Außenpolitik wäre ein star- ker Konkurrent der USA und möglicherweise auch die dominierende fremde Macht in der von den USA und Europa gleich weit entfernten Zone des südlichen Südamerikas.“

Wenn Europa sich militärisch zusammenschließt, dann hätte die Welt noch eine weitere Supermacht. Bisher folgte Europa im Allgemeinen der Politik der Vereinigten Staaten. Es hatte keine andere Wahl: Amerika war Europas wichtigste Schutzmacht. Aber ein Europa mit gemeinsamen Streitkräften ist so- wohl unabhängig von den USA als auch in der Lage, den Weltfrieden zu bedrohen.
Ist so ein Europa möglich?

Der letzte Versuch

Der letzte Versuch zur Schaffung europäischer Streitkräfte begann mit dem Anschlag in Paris am 13. November 2015.

Es sind einige Faktoren hinzugekommen, die diesen Versuch erfolgversprechend machen:

1. Brexit: Bisher verhinderte das britische Veto jeden bedeutenden Fortschritt in Richtung auf europä- ische Streitkräfte. Als die Briten im Juni 2016 dafür stimmten, die europäische Union zu verlassen, be- gann man sofort, über die Gelegenheit zu debattieren, die Militarisierung endlich durchzusetzen..

2. Die Flüchtlingskrise: Der Schengenraum schließt 26 europäische Länder ein, die Passkontrollen und andere Grenzkontrollen abgeschafft haben. Diese Länder haben gemeinsame Grenzen, verfügen aber im Moment nicht über die Mittel, diese Grenzen auch zu überwachen. […]

3. Terrorismus: Von 2014 bis 2017 wurden in den Mitgliedsländer der EU mehr als 19 Anschläge ver- übt und mehr als 370 Menschen getötet – und mehr als 45 weitere Versuche mit Bomben, Schuss-und Stichwaffen wurden vereitelt. Der zunehmende Terrorismus lenkt die Aufmerksamkeit auf die drohen- den Gefahren an der gemeinsamen Grenze. Aber es zeigt auch klar, wie stark ein instabiler Vorderer Orient und Nordafrika Europa bedrohen.

4. Der Rückzug Amerikas: Bis vor kurzem und Dank der amerikanischen Sicherheitsgarantien brauchte Europa eigentlich keine Streitkräfte. Aber während der Amtszeit Barak Obamas und jetzt Donald Trumps hat sich Amerika von seinem Engagement in der Welt weitgehend zurückgezogen. […]

5. Der Aufstieg Russlands: Die Länder Mitteleuropas und besonders Osteuropas wollen, dass Deutsch- land sie beschützt, denn ihre Furcht vor dem aggressiven Nachbarn im Osten nimmt zu.

Dramatische Fortschritte

Angesicht all diesen Drucks ist es leicht verständlich, warum Europa in den letzten Jahren dramatische Schritte unternimmt, um gemeinsame Streitkräfte zu schaffen. Und es werden immer schnellere Fort- schritte erzielt. Die Liste ist beeindruckend:

 • 13. November 2015: Terroristen töten 130 Menschen in Paris. Frankreich ruft zum ersten Mal Euro- pas Selbstverteidigungsklausel auf.

• 17. März 2016: Die niederländische 43. mechanisierte Brigade wird den deutschen Streitkräften ange- schlossen, was zwei Drittel der Kommandostruktur der niederländischen Streitkräfte einem deutschen Kommando unterstellt.

• 17. März 2016: Die deutsche Verteidigungsministerin sagt, dass Deutschland eine multinationale Pan- zerdivision schaffen wird, die „der Kern der europäischen Streitkräfte“ werden soll.

• 6. April 2016: Der französische Präsident François Hollande sagt der deutschen Zeitung Bild: „Wir sollten uns nicht auf andere Mächte verlassen, auch nicht auf uns freundlich gesonnene, um den Ter- rorismus zu bekämpfen“, womit er die USA meinte.

• 23 Juni 2016: Die Briten stimmen dafür, die europäische Union zu verlassen.

• 24. Juni 2016: Die Außenminister Frankreichs und Deutschlands erklären ihre Vision der europä- ischen Union ohne Großbritannien und schlagen „einen europäischen Sicherheitsvertrag vor, der alle Aspekte der Sicherheit und Verteidigung umfasst.“

• 28. Juni 2016: Die hohe Vertreterin der EU für außenpolitische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik Federica Mogherini veröffentlicht ihren langerwarteten Bericht über außenpolitische Angelegenheiten. Darin fordert sie ein „stärkeres Europa“ und militärische Zusammenarbeit.

• 13. Juli 2016: Deutschland veröffentlicht einen Zehnjahresüberblick über seine Streitkräfte und gibt bekannt, dass es „langfristig eine gemeinsame europäische Sicherheits-und Verteidigungsunion an- strebt.“ Er empfiehlt die Einrichtung eines gemeinsamen militärischen EU-Hauptquartiers und eines Rates der Verteidigungsminister und fordert die EU-Länder auf, ihre militärische Ausrüstung gemein- sam herzustellen.

[…]

• 16. September 2016: Die EU-Länder (außen Großbritannien) einigen sich auf einen Zeitplan für die Entwicklung einer militärischer Zusammenarbeit.

[…]

• 8. November 2016: Donald Trump wird zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Viele Leute in Europa reagieren darauf mit der Forderung nach einer beschleunigten europäischen militärischen Zusammenarbeit, um Europas Abhängigkeit von Amerika ein Ende zu setzen.

 • 30. November 2016: Die EU Kommission kündigt an, dass geplant ist, für die Entwicklung neuer militärischer Ausrüstung für die EU 6 Milliarden Dollar pro Jahr auszugeben – und bis zu einer halben Milliarde für militärische Forschung.

• 15. Dezember 2016: Europas Satellitennavigationssystem Galileo wird in Betrieb genommen. Eins der Hauptmotive für dieses Projekt ist die Unterstützung von Militärmissionen der EU.

 • 7. Februar 2017: Jarosław Kaczyński, der Chef der polnischen Regierungspartei sagt, dass Polen „eine atomare EU-Supermacht begrüßen“ würde und dass die EU sich „auf enorme Ausgaben“ für seine Streitkräfte vorbereiten müsse.

• 16. Februar 2017: Die Tschechische Republik und Rumänien kommen überein, Brigaden ihrer eige- nen Streitkräfte in die deutschen Streitkräfte zu integrieren.

 • 16. Februar 2017: Die Verteidigungsminister von Belgien, Deutschland und Norwegen unterzeichnen eine Absichtserklärung, sich an der Flotte von Tankflugzeugen zu beteiligen, die von den Niederlanden und Luxemburg angeschafft wird.

• 6. März 2017: Führende Politiker der EU stimmen der Einrichtung eines neuen militärischen Haupt- quartier zu. Dieses Hauptquartier wird zunächst nur Ausbildungsmissionen befehligen, aber wie der EU Observer berichtete, wird das neue Hauptquartier von manchen Leuten bereits als „der Kern der zu- künftigen europäischen Streitkräfte“ angesehen.

 • 10. April 2017: Frankreich und Deutschland unterzeichnen ein Abkommen, eine gemeinsame Flotte von Truppentransportflugzeugen zu betreiben.

[…] Die Schaffung der Behörde für Grenzschutz und Küstenwache ist geschichtlich ein besonderes Ereignis. Vertreter der EU in Brüssel können jetzt bewaffnete Soldaten innerhalb des Hoheitsgebiets der EU sogar gegen den Willen des betroffenen Landes legal einsetzen. […]

Abgesehen von diesen großen europäischen Gesten hat Deutschland auch große Fortschritte an einer anderen Front gemacht. 2013 wurde der damalige deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière langsam ungeduldig und wollte nicht länger darauf warten, dass die Streitkräfte der EU, wie man sich lange vorgestellt hatte, durch irgendeinen feierlichen Vertrag geschaffen würden. Er gab deshalb be- kannt, dass man von nun an ein anderes Konzept verfolgen wolle. Deutschland würde die EU-Streit- kräfte Land für Land aufbauen. In Zusammenarbeit mit seinen Nachbarländern würde man deren Streitkräfte Stück für Stück in die deutschen Streitkräfte integrieren. Wenn sich erstmal einige wenige Länder zur Teilnahme verpflichtet hätten, könnten diese multinationalen Streitkräfte den Kern einer größeren EU-Streitmacht bilden.

Die Holländer waren die ersten, die sich verpflichteten, zwei Drittel der Kommandostruktur ihrer Streit- kräfte in die deutschen Streitkräfte zu integrieren. 2017 kam die Tschechische Republik überein, dass sich zwei ihrer Gefechtsbrigaden den deutschen Streitkräften anschließen würden. Auch die Rumänen überließen Deutschland eine Brigade.

Die europäischen Länder haben jetzt schon mehr Fortschritte in Richtung auf gemeinsame Streitkräfte gemacht als in den vergangenen fünfzig Jahren.

Diese Schritte sind nur ein Anfang, wenn auch ein wichtiger Anfang. Europa hat ein riesiges Macht- potential. Amerika macht Druck auf Deutschland, damit es zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für seine Streitkräfte ausgibt. Wenn Deutschland das wirklich tun würde, dann wäre sein Militärhaushalt umfangreicher als das Militärbudget Russlands. Zusammen mit den anderen Ländern wäre das eine Streitmacht, mit der man rechnen muss. Die Wirtschaftsleistung der EU ist etwa so groß wie die der Vereinigten Staaten. Frankreich ist schon lange eine Atommacht. In den Niederlanden, in Deutschland und in Italien lagern ebenfalls amerikanische Atomwaffen.

[…]

Eine kriegführende Union

Schon die Selbsterhaltung ist ein guter Grund dafür, jedes Anzeichen für eine vereinigte Militärmacht in Europa genau zu beobachten. Aber der wahre Grund, warum die Posaune diesen Trend beobachtet, ist die Prophetie der Bibel.

Herr Armstrong gründete seine Prophezeiungen auf Bibelstellen wie Daniel 2 und 7 sowie Offenbarung 13 und 17. Hier wird eine europäische Macht beschrieben, die in der Endzeit aus zehn Ländern oder Ländergruppen besteht.

Offenbarung 17, Vers 12 zum Beispiel beschreibt „zehn Könige, die ihr Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie für eine Stunde Macht empfangen zusammen mit dem Tier.“

„Das siebte Haupt“ der Macht dieses Tiers, erklärt er, „mit seinen zehn Hörnern“, wie im 17. Kapitel gesagt wird, „wird die Wiederauferstehung des Tiers, des römischen Reichs aus einem Abgrund sein”. Es kommt zustande durch die „Vereinigten Staaten von Europa” oder eine Föderation von zehn euro- päischen Ländern auf dem Gebiet des antiken römischen Reichs.“

[…]

Diese Union der zehn Könige ist ganz klar eine militärische Union. Die Bibel sagt, dass diese Könige „Krieg führen“ werden (Vers 14).
Viele andere Bibelstellen warnen vor einer großen, Krieg führenden Macht in dieser Endzeit. In Jesaja 10, 5-7 sagt Gott, dass er Deutschland (das Assyrien der Endzeit) aufsteigen lassen wird, um „zu ver- tilgen und auszurotten nicht wenige Völker.“ Habakuk spricht von derselben Zeit und nennt die euro- päische Macht in der Endzeit „Chaldäer“. Dieses Mal bezieht er sich auf die religiöse Natur dieser Macht. Sie wird hier beschrieben als ein „bitterböses und ungestümes Volk, das die Weiten der Erde durchzieht, um Wohnsitze zu erobern, die ihm nicht gehören“.

Die Bibel ist voll mit Prophezeiungen die ein militärisches Imperium vorhersagen, das in Israel einmar- schieren und es erobern wird. „Siehe, ich will über euch vom Hause Israel ein Volk von ferne her bringen, spricht der HERR, ein Volk von unerschöpflicher Kraft, ein uraltes Volk, ein Volk, dessen Sprache du nicht verstehst, und was sie reden, kannst du nicht vernehmen,“ heißt es in Jeremia 5, Vers 15. […]

[…]

Jawohl, das Vereinigungsprojekt auf dem europäischen Kontinent wird mit ernsthaften Hindernissen zu kämpfen haben. Der Kontinent, der immer wieder von Kriegen zerrissen wurde, wird sich nicht so einfach vereinigen lassen und er wird nie ein Abbild vollkommener Harmonie sein. Tatsächlich werden die zehn Länder dieser Supermacht, einmal vereinigt, nur eine Mischung sein und nicht vereint bleiben, so wie, „sich Eisen mit Ton nicht mengen lässt“ (Daniel 2, Vers 43). Die Prophezeiung enthüllt, dass es eine zerbrechliche und von verhängnisvollen Fehlern durchsetzte Union sein wird, die nur für wenige, aber schockierend zerstörerische Jahre zusammenbleibt.

Diese Prophezeiungen nähern sich nun immer schneller ihrer Erfüllung. Während immer noch viel zu tun ist, bevor ihre militärische Vereinigung erreicht werden kann, stehen die Europäer unter erheb- lichem Druck. Größere Krisen treiben die Entwicklung der europäischen Streitkräfte an. Sie muss daher trotz aller missglückten Rhetorik sehr ernst genommen werden. Terroranschläge, die Flüchtlingskrise und Russlands zunehmende Aggressivität – alle diese Probleme lösen sich nicht von selbst. Wenn Europas Bemühungen stocken, werden eine oder mehrere dieser Kräfte Europa wieder seiner prophe- zeiten Bestimmung näherbringen: Einem Superstaat, dessen einzelne Länder zwar ihre Souveränität verlieren, dafür aber zu einer Supermacht des einundzwanzigsten Jahrhunderts werden.

Die Entstehung einer unabhängigen europäischen Militärmacht wird eine der radikalsten Entwicklungen in vielen Jahrzehnte sein. Gleichzeitig wird Deutschland zum klaren Anführer dieser Bewegung zur Er- schaffung europäischer Streitkräfte.

[…]

https://www.dieposaune.de/de/articles/posts/europa-verstarkt-seine-bemuhungen-zur-einrichtung-vereinigter-streitkrafte?